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Geschichte des Verkehrslandeplatzes St. Michaelisdonn

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Segelfluggelände am Klev bei St. Michaelisdonn zu den schönsten in Schleswig-Holstein.
SG38 über der KlevkanteBereits Mitte der 20er-Jahre wurden hier die ersten Flugversuche unternommen und in den 30er-Jahren erfolgte der Ausbau des Geländes für den Segelflug. Doch mit Kriegsende wurde auch die auf dem Gelände befindliche Halle abgebrochen, das Gelände wurde landwirtschaftlich genutzt und der Platz verfiel für einige Jahre in einen Dornröschenschlaf.

Erst 1955 konnte das Gelände wieder zu einem ordentlichen Flugplatz gemacht werden. Die Flieger des Dithmarscher Luftsportvereins begannen mit dem systematischen Ausbau Hallenbau 1958 des Platzes und 1958 konnte wieder die erste Flugzeughalle am Platz eingeweiht werden.
Ab 1960 ging es dann nach der Gründung der Flugplatz-Betriebsgesellschaft. richtig los mit dem Ausbau des Platzes. Hierzu erwarb der Kreis Dithmarschen nach und nach weiteres Land bis schließlich eine Größe von 54 ha erreicht war.

Gleichzeitig mit Zulassung des Geländes zum öffentlichen Landeplatz am 1. März 1960 wurde auch eine Motorflugschule am Platz zugelassen und konnte mit der Pilotenausbildung beginnen.
Flugschule in Hopen eröffnetDer Flugbetrieb nahm einen gewaltigen Aufschwung und neben dem Bau einer "Fliegerklause", der durch einen Gastwirt aus St. Michaelisdonn vorangetrieben wurde, kamen im Laufe der Jahre noch weitere Hallen für die Unterbringung der Flugzeuge sowie eine Werkstatt für die Luftwerft des Luftfahrtunternehmens "Westküstenflug" hinzu. 1962 wurde eine Unterflurtankanlage für Flugkraftstoffe in Betrieb genommen. Die Arbeiten zur Verlängerung der Landebahn konnten abgeschlossen werden, nachdem die Umgehungsstraße gebaut war und somit die Aufhebung der "Alten Landstraße" erfolgen konnte, die bisher die Grenze des Flugplatzes im Osten gebildet hatte.

Das Jahr 1963 bringt den technischen Fortschritt in Form eines Funksprechgerätes für die Flugleitung an den Platz. 1965 liegt der Landeplatz St. Michaelisdonn mit 31.000 Flugbewegungen an dritter Stelle im Land Schleswig-Holstein, so dass es die Landesregierung für geboten hält, einen Landesbediensteten zur Ausübung der Luftaufsicht in St. Michaelisdonn einzustellen. Der Platz verfügt mittlerweile über zwei Landebahnen - die Hauptbahn 08/26 mit 700 m und die Querbahn 14/32 mit 525 m Länge. Die Installation eines automatischen Funkpeilers und später der Landebahnbefeuerung, schaffen die wesentliche Voraussetzung für gewerblichen und Linienflugverkehr.

So wurde der 23.09.1967 zu einem besonderen Tag, als erstmals in St. Michaelisdonn ein Verkehrsflugzeug vom Typ Twin-Otter der Firma General Air, Hamburg, von Helgoland kommend landet. General Air und Westküstenflug führen in den nächsten Jahren regelmäßig den Seebäderdienst durch : Büsum - St. Peter-Ording - Wyk - Pellworm - Westerland - Helgoland.

Towergebäude
Gelenkt und geleitet wurde dieser Luftverkehr in den Geschäfträumen der Westküstenflug in dem neuen Verwaltungs- und Flugleitungsgebäude, dass die Flugplatz-Betriebsgesellschaft 1970 seiner Bestimmung übergeben konnte.

Mit der Einrichtung des Lotsenversetzdienstes 1984 landen auch regelmäßig Hubschrauber in St. Michaelisdonn. Die letzte große Ausbaumaßnahme wurde dann 1975 beendet: auf einem Flugtag wird die asphaltierte Hauptlandebahn mit 700 m Länge und 18 m Breite feierlich eingeweiht.

Nachdem 1997 der Kreis Dithmarschen beschlossen hat, die Flugplatz-Betriebsgesellschaft aufzulösen und seinen Anteil an den Dithmarscher Luftsportverein zu verkaufen, ist der Verkehrslandeplatz St. Michaelisdonn nunmehr im Besitz der Flieger. Zwar ist die Fläche jetzt auf 30 ha verkleinert worden, was aber weder dem Segel- noch dem Motorflugbetrieb abträglich ist.

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